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Erschütternde Diagnose
Schock für die Fußballwelt: Wie erst jetzt bekannt wurde, erlitt das Autorenteam der beliebten Fußballwebsite “Schlussmann.de” einen kollektiven Kreuzbandriss und fällt für unbestimmte Zeit aus. “Wir sind bei den besten Ärzten in Behandlung und versuchen alles, möglichst bald wieder fit zu sein, aber wie lange es dauert, weiß nur der liebe Gott”, sagte ein Sprecher, der ebenfalls von der Verletzungsmisere betroffen ist, unter Tränen. Es seien schon eine Menge Aufmunterungsemails und Briefe angekommen, so der Sprecher weiter, “das hilft uns sicher bei der Genesung.”
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen. Am vergangenen Wochenende hat sie Piotr Trochowski getroffen, nach dem Spiel des HSV gegen Schalke. Teil 16 ihrer Kolumne ist also eine Art Liebeserklärung an den HSV-Mittelfeldmann und trägt den Titel “Schüchtern, so wie ich”.
Piotr Trochowski wollte nicht darüber reden. Wie die vergangene Woche so für ihn gewesen sei, wollte ich wissen, nach dem Spiel gegen Schalke 04, diesem wirklich hundsmiserablen Spiel gegen Schalke 04, denn was interessiert einen die Bundesliga, wenn man im Jahr 2006 über das Debüt eines Nationalspielers sprechen kann? Piotr Trochowski sagte genau ein Wort dazu: “Alltag.” Er stand da, aufrecht wie ein Zinnsoldat, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, und sagte dieses eine Wort. Er machte eine Pause und schaute ernst, er kann das gut, dieses Ernstschauen. Dann sagte er: “Jetzt zählt die Bundesliga. Mit der Nationalmannschaft befasse ich mich, wenn ich noch mal eingeladen werde.” Punkt. Blick über die Schulter. Nächste Frage. Weiterlesen »
Hans Meyer gegen Markus Merk
Man kennt das ja: Hans Meyer, der Trainer des 1. FC Nürnberg nimmt kein Blatt vor dem Mund, er sagt, was er denkt - und Schiedsrichter sind auch nicht unfehlbar. Nicht einmal Markus Merk: Der hat beim letzten Bundesligaspiel der Nürnberger gegen Bielefeld einen unberechtigten Elfmeter gegeben. Alles wie immer also, nicht wahr? Schiri pfeift falsch, Trainer regt sich über Schiri auf, Schiri ärgert sich über Trainer. Nun, diesmal ist der Fall ein bisschen anders: Hans Meyer hat sich nämlich nicht einfach nur aufgeregt - er hat Merk Absicht unterstellt. Merk ist jetzt richtig beleidigt, auch, weil Meyer seine Einladung, die Sache bei nem Bierchen zu begraben, mit den Worten, er möge gar kein Bier, abgelehnt haben soll. Unsere Freunde von der BILD haben sich dieses Themas natürlich dankbar angenommen, und dafür ein wohl ziemlich treffendes Wort verwendet: Zickenkrieg.
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie normalerweise jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen - diesmal ein wenig später, schließlich hat sie sich diesmal auf die Spuren der Tabellenführung von Hertha begeben, und das dauert natürlich. In Teil 15 trägt also den Titel “BSC-Grützwurstteller mit Schmalzsauße”.
Grützwurst in Schmalzsauce. Ganz ehrlich: So lautet für mich der Attraktivitätsgehalt der Nachricht, dass Hertha BSC seit Sonntag Tabellenführer ist. Mannmannmann. Das nenne ich mal ein verdammt schlechtes Timing: Hertha steht an der Spitze der Bundesliga, und das nächste Spiel ist noch über eine Woche hin. Was bis dahin passieren muss, ist klar: Ein Ruck muss durch die Republik gehen, von Rostock bis Rotthalmünster. So weitergehen kann es jedenfalls nicht. Nicht mit einem Spitzenreiter, der einen Jungstar namens Kevin-Prince Boateng beschäftigt. Weiterlesen »
Die Maskottchen für die UEFA EM 2008 TM
In Wien wurden die Maskottchen für die UEFA EM 2008™ präsentiert. Fest steht, dass die beiden “Zwillinge” im Gegensatz zu Goleo wieder Hosen tragen dürfen.
Die Namen für die beiden Maskottchen dagegen stehen noch nicht fest. Zur Auswahl stehen: ZAGI & ZIGI, FLITZ & BITZ, und TRIX & FLIX. Bei der Namenswahl kann jeder hier noch bis zum 8.10.06 mitmachen.
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen. In Teil 14 widmet sie sich der sonderbaren Transferstrategie des HSV in einem Interview mit HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer, das so auch tatsächlich hätte stattfinden können. Das Interview trägt den Titel “Plan B läuft”.
Herr Beiersdorfer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen.
Beiersdorfer (lacht herzlich und souverän): Ach Gott, gerne. Wissen Sie, wir beim HSV, wir tun ja auch was wir können. Wer sind Sie noch mal?
Schlussmann.de.
Beiersdorfer: Richtig, ja.
Wollen wir beginnen?
Beiersdorfer: Sicher, gerne. (verunsichert) Warum betonen Sie denn das „b“ in beginnen so künstlich?
Um ganz ehrlich zu sein: Ich würde gern mit Ihnen über ein bestimmtes Problem reden.
Beiersdorfer(in sich hineinnuschelnd): Ein bestimmtes Bro-, äh, Problem? Ach verdammt. Entschuldigung. Weiterlesen »
Prämiert in KW 38 - 2006
Sonntagabend, Stadion der Freundschaft in Cottbus, Cottbus spielt gegen Nürnberg. Es läuft die zweite Halbzeit, als Cottbus ein Tor schießt und Nürnbergs Trainer Hans Meyer sich wegdreht, scheinbar genervt, weil Trainer natürlich immer tierisch genervt sind, wenn ihre Mannschaft ein Tor kassiert. Hinter ihm, vierte oder fünfte Reihe, sitzt ein Mann mit blauer Jeansjacke, ein Cottbus-Anhänger ganz offensichtlich. Er ballt die Fäuste, reißt den Mund weit auf, jubelt und brüllt und schaut Hans Meyer dabei direkt an, als wollte er ihm sagen: Siehst Du, blöder Nürnberger, so wird das gemacht! Ha!
Hans Meyer, der sich gerne betont lässig gibt, gibt sich betont lässig und hebt den ausgestreckten Zeigefinger und signalisiert: Ne ne, freu Dich nicht zu früh, blöder Cottbuser, das war Abseits.
Dann pfeift der Schiedsrichter. Der Linienrichter wedelt mit der Fahne. Abseits.
Im Fernsehen war schön zu sehen, wie der Cottbuser mit der Jeansjacke einen Moment verharrt, wie sein Gesicht stehen bleibt, als würde es jeden Moment in tausend Stücke zerspringen. Dann dreht er seinen Kopf und blickt aufs Spielfeld, als wolle er sein Gebrülle von gerade eben einfach vertuschen. Hans Meyer hat man nicht so genau gesehen, aber es ist anzunehmen, dass er gegrinst hat, zufrieden, und ein bisschen hämisch vielleicht.
Das Gehackte der Woche geht also diesmal an den Mann mit der Jeansjacke aus Cottbus, für vorschnelle und deshalb peinliche Provoaktion. Glückwunsch!
Kinofilm über die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2006
Ab dem 5. Oktober kann man wieder mit der deutschen Nationalmannschaft mitfiebern. Dieses Mal im Kino:
Unter dem Titel “Deutschland. Ein Sommermärchen” in Anlehnung an Heinrich Heines “Deutschland, ein Wintermärchen” ist dann das neueste Werk von Sönke Wortmann (”Das Wunder von Bern”) zu sehen.
Für diesen Film begleitete Wortmann während der WM die deutsche Mannschaft und durfte dieser dafür bis in die Kabine und ins Mannschaftsquartier folgen.
Einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon heute auf der Seite des DFB runterladen.
Dort findet man neben diesem Trailer auch andere Videos wie zum Beispiel die “Highlights der Weltmeisterschaft 2006“, oder das Video zum Song “Danke” von Xavier Naidoo.
Wer sich aber einen tanzenden Sepp Blatter nicht entgehen lassen will der sollte sich die gelungene Dokumentation “Eine Erfolgsgeschichte: Rückblick auf die WM 2006″ downloaden.
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen. Heute Teil 13 ihrer Kolumne, oder: “Im Theater der Lächerlichkeiten”.
Liebe Trainer der ersten Fußball-Bundesliga,
ich weiß, dass Sie sehr beschäftigt sind zurzeit - aber ich kann sie trösten, uns Journalisten geht es nicht anders. Kaum sind fünf Spieltage vorüber, schon müssen wir Krisen herbei schreiben, Verletzungen kommentieren, Transfergerüchte in die Welt setzen. Irgendwas ist ja immer, nicht wahr? Deshalb will ich gleich zum Kern kommen: Ich habe das Gefühl, die Sache mit Ihnen, uns und der Bundesliga läuft in dieser Saison etwas aus dem Ruder. Wir brauchen da mal ein grundsätzliches Gespräch. Das Problem: Ich will es Ihnen in drei Punkten erläutern. Weiterlesen »
Prämiert in KW 37 - 2006
“Ich finde die Maßnahme nicht richtig und fühle mich verletzt.” (Gerald Asamoah)
“Gerald hatte im Mannschaftskreis angekündigt, dass er dem Trainer in der Öffentlichkeit Probleme bereiten werde, wenn er nicht alsbald in der Bundesliga von Anfang an spielen würde. Dieser Vorgang, der schon einige Tage zurückliegt, ist jetzt eher zufällig durchgesickert.” (Andreas Müller, Schalke-Manager)
“Ich bin menschlich tief enttäuscht.” (Mirko Slomka, Schalke-Trainer)
“Ich habe mich mit einem Spieler unterhalten, wie wir es andauernd in der Kabine tun. Dabei habe ich unter anderem gesagt: Wenn ich fit bin und nicht spiele, dann gibt es Probleme. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich etwas in der Öffentlichkeit sagen werde.” (noch mal Asamoah)
“Die weitere Entwicklung wird beraten.” (noch mal Müller)
“Ich bespreche jetzt mit meinem Berater, wie es weiter geht.” (und noch mal Asamoah)
Das Gehackte der Woche für die bemerkenswerte Kommunikation erwachsener Menschen geht diesmal an: den FC Schalke 04! Glückwunsch!
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