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Beiträge im Januar, 2006
Prämiert in KW 4 - 2006
Frauen im Sportstudio, das ist schon immer eine Geschichte mit Versprechern gewesen. Auch wenn man Carmen Thomas womöglich Unrecht tut, wenn man ihren Namen nach fast 23 Jahren noch immer mit dem legendären “Schalke 05″ assoziiert (die Zeit hat das Jahr 2005 aus diesem Anlass sogar zum Carmen-Thomas-Jahr erklärt). Jetzt ist Katrin Müller-Hohenstein die Carmen Thomas von 2006 - mit dem Unterschied eben, dass nicht sie es ist, die sich verspricht, sondern ihre Interviewpartner. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat den Anfang gemacht, vielleicht folgen ja noch einige, wer weiß das schon - mit “Schalke 05″ hat ja auch keiner gerechnet.
Klinsmann verabschiedete sich nach dem Interview bei Müller-Hohensteins erstem Auftritt am Samstagabend im Sportstudio mit den Worten: “Auch Ihnen, Frau Müller-Wohl… äh… Frau Müller-Hohenstein, ganz viel Spaß mit dem Sportstudio, nur das Beste.” Für diesen durchaus lustige Namensverwechslung erhält der Bundestrainer von SCHLUSSMANN.DE mit eindeutiger Mehrheit in der Jury das Gehackte der Woche. Gratulation!
DFB-Pokal Viertelfinale: St. Pauli gegen Bremen
Oder zumindest im Halbfinale: In einem äußerst spannendem Viertelfinale besiegt der Regionalligist FC St. Pauli den SV Werder Bremen auf schneebedecktem Rasen mit 3:1.
Auslosung zur EM 2008 Qualifikation
Nach der WM Auslosung in Leipzig steht auch schon die nächste Auslosung an: Am Freitag den 26.01. werden die Qualifikationsgruppen für die EM 2008 in Montreux ausgelost. Da die deutsche Mannschaft lediglich im Lostopf 2 ist, kann es schon in der Quali zu einem Aufeinandertreffen mit England, Frankreich oder gar Holland kommen.
Lassen wir uns überraschen. Wer sich die Auslosung live ansehen will, der kann das am Freitag ab 12:00 Uhr im ZDF tun. Durch Wolf-Dieter-Poschman und Béla Réthy ist für ein spannendes Fernseherlebnis gesorgt. Oder auch nicht.
Zusätzliche Informationen zur EM 2008 und zur Auslosung auf der Webseite der UEFA.
Prämiert in KW 3 - 2006
Roland Kneißl war ein ganz passabler Fußballer, früher einmal. Er war Mittelfeldspieler beim TSV 1860 München in der Zweiten Bundesliga, und vor etwas mehr als elf Jahren durfte er sogar ein Spiel in der Ersten Liga bestreiten. Ein paar Jahre später haben sie sich bei 1860 gedacht, der Kneißl, Mensch, der ist doch bestimmt auch ein ganz passabler Manager, und haben ihn eingestellt. Manche im Aufsichtsrat bereuen das inzwischen - dabei macht Kneißl das doch ganz passabel: Er verpflichtet einen Spieler nach dem anderen, besonders Mittelfeldakteure haben es ihm angetan. Kneißls jüngster Coup: Er hat Danny Schwarz, 30, vom Zweitligisten Karlsruher SC dazu bewogen, bei 1860 für kommende Saison einen Vertrag zu unterzeichnen. Genial! 1860 hat erst zehn Mittelfeldspieler, klar, da muss Verstärkung her! Kneißl begründete die Verpflichtung dann auch noch äußerst logisch: “Wir sind von seinen fußballerischen Qualitäten überzeugt, nicht umsonst wurde er im Fußball-Fachmagazin kicker als viertbester defensiver Mittelfeldspieler der Zweiten Liga ausgezeichnet.” Und auf die Leute vom kicker kann man sich ja verlassen, die sehen schließlich jedes Spiel.
Für so viel Fachkompetenz erhält Roland Kneißl in dieser Woche das Gehackte der Woche - Glückwunsch!
Erikssons Fake-Angebot aus Dubai
Eigentlich ist das ja ein alter Hut in England: Mazher Mahmood, Reporter der Boulevardzeitung News of the World, verkleidet sich als Scheich, wirft mit Millionen um sich und nimmt Prominente auf den Arm, seit nunmehr acht Jahren schon. Doch vielleicht sieht Sven-Goran Eriksson ja nie fern oder liest auch nie Zeitung - möglicherweise hat er keine Zeit, als englischer Nationaltrainer ist man sicherlich das ganze Jahr über schwer beschäftigt. Oder er hat sich von seinem bescheidenen Jahresgehalt von 6,5 Millionen Euro einen Studenten eingestellt, der das für ihn übernimmt, Zeitung lesen, fernsehen und so was. Ja, so muss es sein - anders ist es nicht zu erklären, weshalb Eriksson jetzt auf Mahmood hereingefallen ist. SCHLUSSMANN.DE hat das Protokoll der Peinlichkeit, das die Zeitung triumphierend publiziert hatte, übersetzt und zusammengefasst. Originaltitel: “Sven’s dirty deals”.
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Prämiert in KW 2 - 2006
Pardon, es geht schon wieder um Ailton – doch der Jury blieb in dieser Woche keine andere Wahl als Jean Tigana, Trainer des türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul und im weitesten Sinne Arbeitgeber von Ailton. Der Brasilianer Ailton hatte vergangene Woche beim 3:2-Testspielsieg von Besiktas gegen Bremen alle drei Treffer erzielt, was ja an sich nicht schlecht ist – Tigana aber war mächtig sauer und sagte jetzt: “Mit dieser Leistung hat sich Ailton bei Bundesliga-Klubs angeboten. Er hat damit gezeigt, dass er gewillt ist, den Verein zu verlassen. Ich kann nicht mehr auf ihn bauen.”
Weil Jena Tigana damit ganz offensichtlich darum bettelt, unsere Auszeichnung Gehacktes der Woche zu erhalten, gewährt SCHLUSSMANN.DE ihm den Wunsch und zieht den Hut vor einer derartigen Menschenkenntnis.
Lothar Matthäus wird Trainer in Brasilien
Sind wir doch mal ehrlich: Man kann nur den Hut ziehen vor Loddar, der Mann macht alles richtig. Verdient viel Geld, reist um die Welt, sieht interessante Orte, kann so immer neue Frauen kennen lernen. Wien, Belgrad, Ungarn, dazu die Werbespots in Südafrika und anderswo, und jetzt Brasilien. Gut, seine Krawattenknoten sehen immer noch manchmal aus, als würde er extra viele Taschentücher hineinstopfen, damit sie größer wirken, als sie wirklich sind. Aber so ist er eben, unser Loddar, das ist halt sein Naturell.
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Kölns Trainer Latour
Die Neue Züricher Zeitung hat einmal über Hanspeter Latour geschrieben: “Manche Trainer fechten mit dem Degen, Latour aber hat ein Schwert in der Hand.” Weiterhin: “Latour kann mit Worten verletzend sein, die Spieler verbal durchschütteln.” Und: “Latour ist der geborene Kommunikator.” Inzwischen ist der Schweizer Latour in der Bundesliga angekommen, beim 1. FC Köln, und das passt ja auch gut zusammen: die kölsche Klappe und Latours Sprüche. SCHLUSSMANN.DE hat ein paar Episoden und Sprüche von und über Hanspeter Latour gesammelt.
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Prämiert in KW 1 - 2006
Der neue Trainer von Dynamo Dresden hat sich zum Antritt seines neuen Jobs gleich etwas Geniales einfallen lassen: Spieler rauswerfen! Bestimmt hat der Österreicher irgendwo diesen dumpfen Spruch von den neuen Besen, die gut kehren, gelesen und hat sich gedacht: No heast, des probier i glei a moi aus. Und hat Ansgar Brinkmann suspendiert. Brinkmann trägt aber nicht zu Unrecht den Beinamen “der weiße Brasilianer”, er kann besser Fußballspielen als vermutlich alle Dresdner – doch er ist wohl auch ein etwas schwierigerer Charakter als die Mitläufer im Team. Vermutlich mag Pacult ihn deshalb nicht, zu überprüfen aber ist das nicht. Als Begründung sagte Pacult: “Dazu gibt es nichts zu sagen.”
Dafür erhält Peter Pacult von SCHLUSSMANN.DE das erste Gehackte der Woche im Jahr 2006 – Glückwunsch!
Schalke befördert Slomka zum Cheftrainer
Es ist nicht bekannt, wen Rudi Assauer heute Nacht zuerst angerufen hat. Ralf Rangnick, um ihn ein bisschen zu ärgern? Seinen Zigarrenlieferanten (er hat bestimmt einen eigenen Zigarrenlieferanten)? Den Getränkemarkt-Nachtdienst? Wie auch immer, fest steht: Heute Nacht um ungefähr 0.30 Uhr ist die Entscheidung gefallen, wer die restliche Saison den Trainerposten bei Schalke 04 übernehmen wird: Mirko Slomka. Mirko wer? Ah, Mirko Slomka, der große kleine, helle dunkle, der Slomka. Der Assistenztrainer-Slomka. Der Notlösung-Slomka, schließlich kann man ja nicht behaupten, dass Slomka die Wunschlösung auf Schalke war. Wen hätten sie nicht alles gerne gehabt: Hitzfeld, Sammer, Gerets, Daum, zwischenzeitlich sogar einen gewissen Trond Sollied, Norweger und Trainer vom Weltklub Olympiakos Piräus.
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