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Beiträge im Februar, 2006


Prämiert in KW 8 - 2006

Heribert Bruchhagen

 27. Februar 2006  »  Gehacktes der Woche

Gehacktes der Woche

Heribert Bruchhagen kennt sich gut aus im Fußballgeschäft, er hat schon einige beachtliche Jobs ausgeübt: Erst war er Trainer des FC Gütersloh, dann wurde er Manager des FC Schalke 04, Manager des Hamburger SV, Manager von Arminia Bielefeld und schließlich Geschäftsführer der DFL; heute ist er Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt. Bruchhagen sollte also wissen, wovon er spricht. Zur Zukunft von Kölns Stürmertalent Lukas Podolski sagte er jetzt: “Wenn Podolski schlau ist, bleibt er die nächsten zwanzig Jahre in Köln. Arm kann der Junge sowieso nicht mehr werden.”

SCHLUSSMANN.DE überreicht Heribert Bruchhagen dafür das Gehackte der Woche und fleht Lukas Podolski an: Poldi, vergiss den Mann! Zwanzig Jahre Köln - tu es nicht! Real kennt Dich, Bayern will Dich - geh weg aus Köln, weg vom Abstiegskampf, rein in die Champions League! Du spielst doch nicht nur wegen des Geldes, sondern des Ruhmes, des Stolzes wegen! Stolz kann man im Trikot von großen Vereinen werden. Nicht im Trikot eines Zweitligisten.


Der 23. Bundesligaspieltag

“Er wollte doch nur den Ball holen”

 26. Februar 2006  »  Bundesliga 05/06

Das Alltägliche zuerst: Bayern hat gewonnen, Köln hat verloren, Hertha diskutiert über den Trainer.

Kölns Alpay hat mal wieder einen Platzverweis bekommen, gelbrot, nachdem er ein paar freundliche Worte an Leverkusens Paul Freier gerichtet hatte. Alpay ist Türke, die Türken sind Meister der freundlichen Worte.

Thomas von Heesen hat das mit den freundlichen Worten auch probiert und sie noch durch Gesten untermalt, weshalb der Bielefelder Trainer seine Coaching Zone in Richtung Tribüne verlassen musste. Machte aber nichts, von Heesen mag die Coaching Zones sowieso nicht besonders.

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Wette der Wembley-Bauarbeiter

Schlaue Blaumänner

 24. Februar 2006  »  Und sonst so

Man kann beim irischen Wettbüro Paddy Power auf so ziemlich alles wetten: Auf nahezu jede Liga in jeglichen Sportarten, auf den Gewinner des “American Idols”, der amerikanischen TV-Superstar-Suche also, oder auf den nächsten Papst, wobei hier Österreichs Erzbischof Christoph Kardinal von Schönborn mit einer Quote von 7:1 deutlich weniger Gewinn bringen würde als “U2″-Sänger Bono (1000:1). Die aktuell bekannteste Wette aber wurde kürzlich aus dem Programm genommen: Die Wette auf die nicht termingerechte Fertigstellung des neuen Wembleystadions. Entscheidend ist dabei nicht die Wette selbst, sondern wer vor allem darauf gewettet hat. Und der Sprecher des Wettbüros sagte noch, man hätte stutzig werden müssen, als immer mehr Männer mit Blaumann und Schutzhelm in die Wettstuben in der Wembley-Gegend kamen.

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Bayern und Werder in der Champions League

Kein Anlass zur Arroganz

 23. Februar 2006  »  Europapokal 05/06

Die Symbolik während eines Fußballspiels ist nicht zu unterschätzen, das weiß man spätestens seit Stefan Effenbergs Stinkefinger bei der WM 1994. Die Symbolik wird um so bedeutender, wenn es sich nicht um gewöhnliche, sondern um ganz besondere Spiele handelt. Champions-League-Achtelfinalspiele zum Beispiel. FC Bayern gegen AC Mailand, zum Beispiel. Ballack, Gattuso, Makaay - welche Gesten, welche Symbolik! Ballack klopfte sich nach dem 1:0 dreimal mit der flachen Hand auf die linke Brust, sagte dazu später lächelnd: “Ich hab’ mir doch nur auf die Brust geklopft” und löste damit wilde Spekulationen aus. Die linke Brust, das sei ja schließlich da, wo das Herz ist, merkte Sat.1-Moderator Oliver Welke an, allein deshalb ist das doch ganz klar: Seht her, wollte Ballack zeigen, seht her, ich liebe den FC Bayern, und ich werde für immer hier bleiben! Nicht wahr?

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Prämiert in KW 7 - 2006

Jeff Strasser und Kasey Keller

 19. Februar 2006  »  Gehacktes der Woche

Gehacktes der Woche

Ausnahmsweise wird das Gehackte der Woche diesmal an zwei Preisträger vergeben - beide haben sich gleichermaßen um die Auszeichnung verdient gemacht.

Nach dem Schlusspfiff der Partie Mönchengladbach gegen Köln (2:0) sind Gladbachs Kapitän Jeff Strasser und Torhüter Kasey Keller zur eigenen Fankurve gelaufen und haben mit ihren Anhängern folgende Liedzeilen angestimmt: “Sieben Tage brennt der Kölner Dom, auf der Asche tanzt der VfL.” Und noch mal: “Sieben Tage brennt der Kölner Dom, auf der Asche tanzt der VfL.” Und wieder: “Sieben Tage brennt der Kölner Dom, auf der Asche tanzt der VfL.”

Zu dieser gesanglichen Leistung gratuliert die Jury von SCHLUSSMANN.DE voller Ehrerbietung.


Der 22. Bundesliga-Spieltag, Teil eins

“Hihihahaha, Wahnsinn”

 18. Februar 2006  »  Bundesliga 05/06

Schalke-Trainer Mirko Slomka hat erstmals einen Anzug getragen, dunkelgrau mit weißen Nadelstreifen. Dazu ein weißes Hemd. Untypisch für Schalke-Trainer, aber schick.

Marcelinho war beim Friseur, was den Premiere-Kommentator zur Aussage veranlasste, mit dieser Frisur müsse doch eine Trotzreaktion kommen. Hertha hat trotzdem (oder deshalb?) verloren, 1:2 gegen Nadelstreifen-Schalke. Das war die siebte Bundesliga-Niederlage in Folge. Jetzt wird die Berliner Presse wohl Falko Götz den Kopf rasieren.

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Modus der WM-Ticketvergabe

Zwischen Afrika und Florida

 16. Februar 2006  »  WM 2006

Der Modus um die Vergabe der WM-Tickets ist kompliziert und wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel: Warum dürfen so viele langweilige Krawatten tragende Sponsoren in die Stadien? Warum darf man den Bedeutungsgrad eines WM-Spiels nicht mehr an den Schwarzmarktpreisen messen? Und: Warum darf einer 20 WM-Karten bekommen? SCHLUSSMANN.DE hat einige Personen per E-Mail zum Modus der Ticketvergabe befragt. Hier die Antworten.


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20 Karten für die WM

Kein Spätwintermärchen

 16. Februar 2006  »  WM 2006

Deutschland hat schon einen Weltmeister, und Bild weiß das natürlich bereits, klar. Die wissen ja über alle Themen Bescheid - am besten über die, die sie selbst erfunden haben. Diese Story, die Geschichte eines sächsischen Ticket-Weltmeisters, klingt auch eher so, als sei sie der Phantasie eines Bild-Redakteurs nach dem achten Kurzen am Stammtisch der Nachtschichtbandarbeiter entstanden, was jetzt aber kein Affront gegen Nachtschichtbandarbeiter sein soll. Die Story erzählt von einem blondierten 25-jährigen Sachsen, der Sebastian Peter heißt und auf einem Foto im DFB-Trikot zwischen Maskottchen Goleo und einer Schaufensterpuppe posiert, in der Hand einige (vermutlich selbst gedruckte) Ticket-Zertifikate. Genauer: 20 Ticket-Zertifikate.

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Schalkes 7:4 gegen Leverkusen

Zugabe, Zugabe

 13. Februar 2006  »  Bundesliga 05/06

Zwei Zahlen, die mehr sagen als tausend Worte: 7, 4. Sieben zu vier! Ja, es war ein historischer Nachmittag, Samstag in der Arena auf Schalke. 7:4. Stimmen.

Premiere-Moderator: Jan Henkel versucht dem Wahnsinn auf den Grund zu gehen.
Henkel (Premiere-Interviewer, neben ihm steht Leverkusens Trainer Michael Skibbe, der einen Plastikbecher in der Hand hält): Michael Skibbe, ist das Beruhigungstee?
Skibbe: Nein, ähm, das ist kein Beruhigungstee, das ist ein Elektrolytgetränk, ähm, kein Beruhigungstee. (lächelt, blickt irritiert auf den Becher)

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Prämiert in KW 6 - 2006

Jürgen Kohler

 12. Februar 2006  »  Gehacktes der Woche

Gehacktes der Woche

Es ist immer wieder aufschlussreich, Fußballspielern bei Interviews zuzuhören, insbesondere Abwehrspielern. Jürgen Kohler war Abwehrspieler, ein richtig guter sogar, kein dauerhaft dumpfer Grätscher, mehr ein kontrollierter Grätscher, ein Innenverteidiger vom alten Schlag, der alles konnte: Vorderleute zusammenfalten, Stürmern gewaltig auf den Nerv gehen, Ball wegschlagen, Ball zum Mitspieler passen. Wenn solche Leute Fernsehinterviews geben, sollte man ganz genau zuhören. Zum Beispiel im ZDF, in der Sportreportage. Kohler sitzt auf einem Stuhl, seine runde Brille klammert sich sicher wie immer an seiner Nase fest, er trägt eine beige Strickjacke. Er wirkt ziemlich gelassen, seine Stimme klingt ruhig, souverän.

Frage des ZDF-Reporters: Was befähigt Sie, Trainer zu sein bei einer Bundesligamannschaft?
Kohler: Ja, auch diese Leidenschaft am Fußball, äh, mir äh, ist es einfach gegeben, ich brauch diesen Rasengeruch in mir, und äh, bei anderen Menschen fließt vielleicht Blut durch die Adern, bei mir sind’s halt kleine Fußbälle.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: Glückwunsch, Herr Kohler, zum Gehackten der Kalenderwoche 6! Und noch ein Tipp: Gehen Sie niemals Blutspenden - die Ärzte könnten schockiert sein.






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