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Beiträge im Juni, 2006
Fünf Gründe für den Sieg
Heute, 17 Uhr, ist es endlich so weit: Deutschland spielt gegen Argentinien, das Viertelfinale, das genausogut das Finale sein könnte. Deutschland und Argentinien sind die einzigen beiden Mannschaften, die bislang ein durchweg überzeugendes Turnier spielten, sie sind die besten dieser WM. Deutschland ist aber die allerbeste - SCHLUSSMANN.DE nennt fünf Gründe, warum wir, die Deutschen, heute gewinnen. Weiterlesen »
Informatiker Andreas Binzenhöfer erklärt das Sticker-Universum
Informatiker, so ist das Klischee, sind sozial schwache Wesen - sagt auch Andreas Binzenhöfer, 30, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik der Universität Würzburg. Er selbst hält sich aber für ziemlich kontaktfreudig, und: fußballkundig. Deshalb hat er zusammen mit Kollegen eine Untersuchung durchgeführt zu dem Thema “Warum Panini Fußballalben auch Informatikern Spaß machen”. Dabei hat er einiges herausgefunden, zum Beispiel, wo Ballack immer in der Packung liegt, wie man an die berühmte Briefmarke kommt und wie viel Geld der ganze Spaß kostet. Im Interview verrät er SCHLUSSMANN.DE seine Tricks. Weiterlesen »
Die bescheuertsten Fragen zur WM
Der Fußball macht Pause. Mitten während der WM! Unerhört. Was tun wir an so einem Tag, an dem kein Spiel im Fernsehen kommt? Müssen wir tatsächlich ohne die beruhigenden Worte von Günter Netzer oder das gut gelaunte Lachen von Jürgen-Urs Kloppmeier zu Bett gehen? Also? Richtig: Wir klicken auf die Homepage einer großen, lustigen deutschen Tageszeitung und schauen, womit die Jungs dort ihre Zeit totschlagen. Und siehe da: “67 Fragen zur WM”! Fragen wie: Darf Ronaldo bei Portugal UND Brasilien spielen? Darf ich den Ball behalten, wenn er ins Publikum fliegt? Schmieren sich die Spieler vor der Partie mit Sonnenmilch ein? Haben Kicker vor dem Spiel Sex? Es ist so weit: Bild wird zur Sendung mit der Maus auf Papier. Zeit, dass wieder angepfiffen wird. Bis dahin hat sich SCHLUSSMANN.DE die Mühe gemacht und den Fragenkatalog erweitert - damit wirklich nichts mehr schief gehen kann, wenn Deutschland morgen gegen Argentinien spielt. Weiterlesen »
Iris Hellmuth ist freie Journalistin in München, die WM verbringt sie beim “stern” in Hamburg. Für SCHLUSSMANN.DE kommentiert sie die WM aus ihrer exklusiven Frauensicht - immer sonntags und mittwochs. Heute Teil sechs oder: “Ist das Banjo bereit?”.
Verschwörungstheorien haben durchaus ihren Reiz. Zum Beispiel die mit dem Feuerzeug. Sie besagt, dass überall auf der Welt heimlich ausgebildete Feuerzeugeinsacker durch die Kneipen ziehen. Egal wo sie so einen Flammenspender sehen, stecken sie ihn ein – und man selbst fragt sich am Tag nach der Theke, wo die ganzen Dinger eigentlich geblieben sind. Oder Banjos: Es gibt niemanden, der Banjo-Riegel isst. Ich kenne zumindest keinen. Trotzdem liegen die Riegel in jedem Supermarkt, und jedes Mal wenn ich an einer Packung vorbeikomme, checke ich das Haltbarkeitsdatum. Nicht selten steht es kurz vorm Ablaufen. Weiterlesen »
Italien, Frankreich und Brasilien sind weiter
Das deutsche Publikum verfolgt die Partien bei dieser WM ja mit vollem Eifer, auch wenn Deutschland nicht spielt. Es wirft sich dabei meist an den Hals der Außenseiter, oder derjenigen Mannschaften, die besonders gut Fußball spielen. Bei dieser WM fiel bislang beides oft zusammen: Beispiel Elfenbeinküste, Beispiel Trinidad&Tobago, Beispiel Ghana, und auch Australien. Um so größer ist nun die Enttäuschung, dass alle Fußbalkunst und aller Kampf der Kleinen doch nichts genützt hat: Sie sind alle ausgeschieden - inklusive Spanien. Man darf die Spanier inzwischen ruhig zu den Kleinen bei Turnieren zählen - sie scheiden immer aus. Weiterlesen »
England und Portugal im Viertelfinale
Potugal gegen die Niederlande war ein denkwürdiges Spiel, es gab: Kung-Fu-Einlagen, Kopfstöße, Tritte, Blutgrätschen, von-hinten-in-die-Beine-Grätschen, ohne-Ball-in-die-Beine-Grätschen, Diskussionen und Rudelbildungen. Es gab deshalb auch: Vier gelbrote Karten, insgesamt 16 Karten. Nachher sagte FIFA-Präsident Sepp Blatter, man hätte “auch dem Schiedsrichter die gelbe Karte zeigen können”; der Russe Ivanov wird wohl kein Spiel mehr leiten bei dieser WM. England gegen Ecuador war dagegen weniger denkwürdig - mit einer Ausnahme vielleicht. Weiterlesen »
Iris Hellmuth ist freie Journalistin in München, die WM verbringt sie beim “stern” in Hamburg. Für SCHLUSSMANN.DE kommentiert sie die WM aus ihrer exklusiven Frauensicht - immer sonntags und mittwochs. Heute Teil fünf oder: “Übertragungsfehler in der sozialen Isolation”.
Die Sache mit dem Deutschlandspielgucken ist ja so: Trifft man sich mit vielen Freunden zum Grillen im Garten, ist die Gefahr groß, dass man vom Spiel nicht allzu viel mitbekommt. Denn irgendwas ist ja immer. Jochen, gibst du mir bitte den Ketchup rüber? Anne, willst du noch Chips? Knut, ist dein Vater Glaser? - Warum? - Weil du gerade direkt vorm Fernseher stehst. - Ach, hoppla. So hört sich das an, wenn’s schlecht läuft. Und wenn’s drei Mal hintereinander schlecht läuft, sollte man sich vielleicht überlegen, seine Guckgewohnheiten zu ändern. Das habe ich getan. Ich beschloss, das Achtelfinale Deutschland gegen Schweden allein zuhause zu schauen. Weiterlesen »
Prämiert in KW 25 - 2006
Die Schiedsrichter haben es nicht leicht in dieser Zeit, in der erst ein 26-Jähriger aus Berlin mit seinen Wetten ein ganzes Land in eine Fußball-Depression gestürzt hat, dann Italiener selbiges tun und schließlich sogar der Weltschiedsrichter Markus Merk bei der WM in die Kritik gerät. Und jetzt das: Graham Poll, der Referee aus England, der dort schon einmal für Aufsehen gesorgt hat, hat im Spiel Kroatien gegen Australien die Regelbücher umgeschrieben. Er hat dem Kroaten Josip Simunic erst in der 64. Minute die gelbe Karte gezeigt, dann noch mal in der 90. - und eine weitere in der 92. Minute. Erst dann hat Poll ihn mit einer roten Karte vom Feld geschickt. Drei gelbe Karten in einem Spiel für einen Spieler - das ist Rekord. Dabei waren noch nie so viele Schiedsrichter bei einem Fußballmatch wie bei dieser WM, und sie waren noch nie so gut miteinander verkabelt.
Neue Regeln, das gab es in Deutschland zuletzt 1975, als Wolf-Dieter Ahlenfelder nach 32 Minuten zur Halbzeit pfiff. Nur: Ahlenfelder war betrunken.
WM-Kolumne (5): So war's auf Sri Lanka
In der WM-Kolumne von SCHLUSSMANN.DE berichten normalerweise Menschen aus dem Stadion, im Namen trägt sie stets die Blocknummer dieser Menschen bei ihrem Stadionbesuch. Deutschland gegen Schweden hat aber nahezu jeder gesehen, die Stimmung ist überall nachzulesen - und deshalb erzählt in Teil fünf Pia Raffler, 24, von ihrem Achtelfinalerlebnis in einem anderen Erdteil: Sie ist Politikstudentin an der Columbia University in New York, gerade aber ist sie für drei Monate in Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas. Sie hat dort in einem englischen Pub den deutschen Sieg bejubelt - trotz Militärkontrollen, Prozessionszügen und Cricket.
“In Colombo fing der Sport schon vor dem Anpfiff an: Wie komme ich zur Großleinwand, ohne die ersten Minuten zu versäumen? Zuerst geriet unser Tuktuk in einen buddhistischen Prozessionszug. Die Statue Shivas auf seinem fahrenden Altar hell erläuchtet über einer wogenden Menschenmasse, Blumenketten, Raketen und Böller. Sehr schön. Aber zeitaufwendig. Dann: Militärkontrolle, Papiere bitte. Weniger schön, genauso aufhaltend. Weiterlesen »
Deutschland siegt und feiert
Angela Merkel war wieder auf der Tribüne gestern Abend, und als sie nach dem Spiel zu den vorangegangenen 90 Minuen befragt wurde, sagte sie: “Meine Erwartungen haben sich unglaublich erfüllt. Und ich glaube auch daran: Jetzt fahren wir nach Berlin - und dann hoffentlich nach Dortmund.” Das hat sie geschickt formuliert, einerseits gesprochen wie Volkes Stimme, die während des gesamten Turniers immer wieder ruft: “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!”, andererseits realistisch geblieben und keine von überschwappender Euphorie hervorgerufene Erwartungshaltung genährt, die nur ein Erreichen des WM-Finales in Berlin akzeptieren würde. Das Viertelfinale ist auch in Berlin, schön, sagt Merkel also, dass Deutschland schon mal dort ist - der Gegner heißt Argentinien, weshalb das Halbfinale in Dortmund tatsächlich schon eine Zugabe wäre. Obwohl: So wie sich Klinsmanns WIR-SIND-EIN-TEAM-Mannschaft gestern beim 2:0 im Münchner Achtelfinale gegen Schweden präsentiert hat, ist ein erneuter Auftritt auf dem Rasen von Berlin am 9. Juli nicht mehr ausgeschlossen. Weiterlesen »
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