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Beiträge im August, 2006
Bewerbung von Peter Neururer
liebe Sportsfreunde.
Aufgrund unerwartet aufgetretener Holprigkeiten (öffentlich geäußerte Rückendeckung vom Manager, die aber gelogen war) habe ich mich aus freien Stücken vor kurzem von meinem Arbeitgeber getrennt. Deshalb möchte ich Ihnen nun auf diesem Wege mitteilen, dass ich gerne für Sie arbeiten würde, falls bei Ihnen ein Cheftrainer-Posten frei würde. Anbei finden sie mein Profil.
Name: Peter Neururer
Rufname: Feuerwehrmann
Alter: 51 (die Leute sagen aber oft, dass ich jünger aussehe)
Familienstand: verheiratet (eine Frau und einen Ball) Weiterlesen »
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Fußballgeschehen. Heute Teil zwölf ihrer Kolumne, oder: “Ailton, haste gesehen?”.
Manche Leute behaupten ja, die Kneipenszene in München sei wie die Speisekarte von McDonald’s: Man findet wenig Überraschendes. Umso schöner, dass es das Lloyds in Schwabing gibt. Das ist nicht nur deshalb ein sympathischer Ort, weil man selbst zu Stoßzeiten mit einem fröhlichen “Tschuldigung, hab Dich nicht gesehen, was trinken?” begrüßt wird. Sondern auch, weil es eine Werderkneipe ist. Das hat selbst für HSV-Fans was. Denn eines hat mich mein Leben im süddeutschen Exil gelehrt: Lokalpatriotismus kann sehr schnell sehr lächerlich werden. Und für ein herzhaftes, in die Schockstarre des Gegentreffers gestoßenes “Verdammtescheißemanndo” gehe ich halt auch in eine Werderkneipe. Weiterlesen »
Der 3. Bundesligaspieltag 2006/07
Wer weiß, vielleicht geht der dritte Bundesliga-Spieltag ja als Jobvernichtungs-Spieltag in die Geschichte ein? Jedenfalls ist Hannover 96 mit Peter Neururer jetzt plötzlich nicht mehr lustig und erfolgreich wie letzte Saison, was SPIEGEL online mit “Peterchens Talfahrt” umschreibt. Und auch der VfL Bochum ist weiterhin erfolglos, weshalb der Kicker überaus einfallsreich mutmaßt, Trainer Koller sei schon “im Kreuzfeuer”. Und hat nicht auch Roy Makaay irgendwie seinen Job als Torjäger verloren? Weiterlesen »
Prämiert in WK 34 - 2006
Die Münchner Arena. Der FC Bayern spielt gegen Nürnberg. Bayern ist in Ballbesitz, es läuft die zweite Halbzeit, als der Fernsehkommentator lauter wird.
Kommentator: Und da ist Roy Makaay, er ist frei, er kriegt den Ball von Bastian Schweinsteiger, Makaay, nur noch der Torwart, MAKAAY, nur noch das leere Tor, MAKAAAAAAAY, jaaaa - NEIN! Nein?!
Liebe Kinder,
bitte, ich weiß, dass Ihr manchmal die Sachen im Fernsehen ganz doll findet, und ich weiß auch, das so was wie das, was wir gerade gesehen haben, ganz besonders witzig ist, aber, bitte bitte - macht so was nicht nach. Das ist nicht lustig. Der Mann mit der Gel-Frisur kann nichts dafür. Es ist nicht lustig, solche Menschen zu veräppeln, indem man ihre Mißgeschicke nachmacht. Wirklich. Der Mann hat es nur gut gemeint, aber er kann es eben nicht besser, er hat halt nicht nachgedacht in diesem Moment, aber auch dafür kann er nichts, weil er ist nämlich Fußballer. Außerdem, liebe Kinder, ist es gefährlich, aus einem Meter am leeren Tor vorbeizuschießen, weil es so schwierig ist. Man kann sich verletzen dabei, den Fuß verdrehen zum Beispiel, oder von Sitzkissen von wütenden Fans getroffen werden, und das wollt ihr doch nicht, oder? Eben.
Außerdem kriegt der nette Mann sowieso einen Trostpreis: Er kriegt von uns das Gehackte der Woche. Das ist doch auch was, oder?
Euer Dr. Schlussmann
Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Fußballgeschehen. Heute Teil elf ihrer Kolumne, oder: “Boulahrouz von hinten genießen”.
Irgendwann wird jeder Fußballfan mal zu Friedrich dem Großen. Der sagte einmal: „Je mehr ich von den Menschen sehe, desto lieber habe ich meinen Hund.“ Nun ist nicht bekannt, ob wirklich jeder Fußballfan in Deutschland ein Haustier hat. Es liegt aber nahe, weil eine Studie im Jahr 2004 ergeben hat, dass Haustierhalter gesünder leben und das auch müssen, weil eine andere Studie vor Jahren ergeben hat, dass ein Fußballspiel so ziemlich das stressigste ist, was ein Mensch sich antun kann. In 90 Minuten erhöht sich der Wert des Stresshormons Kortisol ungefähr um das dreifache. Heute würde Friedrich der Große wahrscheinlich sagen: „Je mehr ich von den Fußballern sehe, desto lieber habe ich meinen Hund.“ Weiterlesen »
Der 2. Bundesligaspieltag 2006/07
Sie treffen beide weiter: Roy Makaay und Miroslav Klose. Während bei Ersterem jeder sagt: „Naja, dafür wird er ja bezahlt“, fragt bei Letzterem jeder nochmal mit großen Augen nach: „Der Klose ist doch zurzeit in der Form seines Lebens, oder?“ Also genau das, was man vor einem Jahr auch schon gefragt hat. Und während der WM.
Nicht auszudenken, wenn die beiden würden auch noch in der gleichen Mannschaft spielen. Genau das will jetzt offenbar Uli Hoeneß hinbekommen.
Kann aber auch sein, dass das gar nicht passiert, weil Kose eigentlich ins Ausland will. Kann aber auch sein, dass der Fußballer des Jahres in einem Jahr nur noch mit Lukas Podolski zusammenspielt. Daran hat man ja ganz gute Erinnerungen. Weiterlesen »
Prämiert in KW 33 - 2006
Das Gehackte der Woche geht an, ähm, Moment…genau: Guy Demel für seine Würgeattacke gegen Kevin McKenna. Obwohl, nee, der Vragel da Silva von Cottbus soll ja „Scheiß Schwarzer“ gesagt haben zu seinem Gegenspieler Sanogo, wenn das stimmt, wär` das ja auch ganz schön doof – weil nämlich beide schwarz sind.
Aber die Fans waren ja auch unter aller Kanone. Die haben Sanogo nach seiner roten Karte so ähnliche Sachen hinterher gerufen wie der da Silva angeblich dem Sanogo. Und die Cottbusser haben vor dem Anpfiff nur die HSV-Hälfte gewässert, damit der Ball da besser flutscht. Alles ganz schön unfair, und irgendwie auch nervig. Weiterlesen »
Toni Polsters Auto wird versteigert
Es gibt ein paar lustige Sprüche von Toni Polster, einmal zum Beispiel hat er zum Schiedsrichter nach einer roten Karte gesagt: “Handkuss an die Frau Gemahlin!” Ein ander Mal, als er nach seinem Verhältnis zu Trainer Peter Neururer gefragt wurde, hat er geantwortet: “Wir lassen uns beide von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen.” Man könnte jetzt noch eine Zeit lang so weiter machen, Polster hat sich ja als eine Art Kabarettist mit Fußballschuhen verstanden, er hat sich gerne “deppert geredt”, wie er selbst sagt. In Österreich ist er zum Jahrhundert-Torschützen gewählt worden, und auch in Deutschland, wo er für Köln und Mönchengladbach aufeglaufen ist, war er überaus populär - Artikel Nummer 170016746004 bei der Internet-Börse ebay ist also wirklich verlockend. Ein Mercedes, E-Klasse, Baujahr 2002, Vorbesitzer: Toni Polster. Weiterlesen »
Rückblick auf das Achtelfinale
2:0, was für ein Spiel. Das war vor ein paar Wochen, als Deutschland Schweden im Achtelfinale der WM 2006 nach einem fulminanten Spiel besiegte. Gestern Abend war das erste Länderspiel nach der WM, falls sie wirklich schon vorbei ist, und SCHLUSSMANN.DE blickt noch einmal auf dieses Achtelfinale, und zwar bei den “Klinsmännchen”.
Deutschland besiegt Schweden 3:0
Angeblich war die WM schon vorbei, aber wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe richtig bemerkt hat, hatte irgendjemand die Idee, die WM zu überreden, doch weiterzugehen. 4. Minute, 1:0, 8. Minute, 2:0 - Deutschland hat gegen Schweden gestern Abend genauso gespielt wie im Achtelfinale, was dazu geführt hat, dass die Schweden genau so hilflos waren wie damals. Am Ende stand es 3:0, und Joachim Löws Einstand als Bundestrainer geglückt, was schon angesichts der Schuhwerk-Debatten vor der Partie bemerkenswert ist. Klose und Co. wollten ja mit den Schuhen auflaufen, die sie am liebsten anhaben (und die am besten bezahlt sind), deshalb wollten sie ein Zeichen setzen und streiken; ob barfuß auflaufen auch in der Zeichen-setz-Auswahl stand, ist nicht klar, ist aber wohl unwahrscheinlich, bedenkt man die Einschätzung des Schweden Svensson, der Podolski als “weinerlichen Scheißkerl” bezeichnete. Ob Svenssons Einschätzung stimmt, ist schwer nachzuprüfen, doch falls ja, ist es auf jeden Fall gemein, so etwas zu sagen. Dabei ist Svenssons Gemeinheit wohl nur einer Tatsache geschuldet: Gegen die Schweden würden Poldi und die anderen zurzeit auch locker gewinnen, wenn sie barfuß auflaufen.
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