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Beiträge im September, 2006


Die Maskottchen für die UEFA EM 2008 TM

Zwillinge für die EM 2008

 30. September 2006  »  EM 2008

In Wien wurden die Maskottchen für die UEFA EM 2008™ präsentiert. Fest steht, dass die beiden “Zwillinge” im Gegensatz zu Goleo wieder Hosen tragen dürfen.
Die Namen für die beiden Maskottchen dagegen stehen noch nicht fest. Zur Auswahl stehen: ZAGI & ZIGI, FLITZ & BITZ, und TRIX & FLIX. Bei der Namenswahl kann jeder hier noch bis zum 8.10.06 mitmachen.


Schlussfrau (14)

 26. September 2006  »  Und sonst so

Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen. In Teil 14 widmet sie sich der sonderbaren Transferstrategie des HSV in einem Interview mit HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer, das so auch tatsächlich hätte stattfinden können. Das Interview trägt den Titel “Plan B läuft”.

Herr Beiersdorfer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen.
Beiersdorfer (lacht herzlich und souverän): Ach Gott, gerne. Wissen Sie, wir beim HSV, wir tun ja auch was wir können. Wer sind Sie noch mal?

Schlussmann.de.
Beiersdorfer: Richtig, ja.

Wollen wir beginnen?
Beiersdorfer: Sicher, gerne. (verunsichert) Warum betonen Sie denn das „b“ in beginnen so künstlich?

Um ganz ehrlich zu sein: Ich würde gern mit Ihnen über ein bestimmtes Problem reden.
Beiersdorfer(in sich hineinnuschelnd): Ein bestimmtes Bro-, äh, Problem? Ach verdammt. Entschuldigung.
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Prämiert in KW 38 - 2006

Der Jeansjacken-Cottbuser

 25. September 2006  »  Gehacktes der Woche

Gehacktes der Woche

Sonntagabend, Stadion der Freundschaft in Cottbus, Cottbus spielt gegen Nürnberg. Es läuft die zweite Halbzeit, als Cottbus ein Tor schießt und Nürnbergs Trainer Hans Meyer sich wegdreht, scheinbar genervt, weil Trainer natürlich immer tierisch genervt sind, wenn ihre Mannschaft ein Tor kassiert. Hinter ihm, vierte oder fünfte Reihe, sitzt ein Mann mit blauer Jeansjacke, ein Cottbus-Anhänger ganz offensichtlich. Er ballt die Fäuste, reißt den Mund weit auf, jubelt und brüllt und schaut Hans Meyer dabei direkt an, als wollte er ihm sagen: Siehst Du, blöder Nürnberger, so wird das gemacht! Ha!

Hans Meyer, der sich gerne betont lässig gibt, gibt sich betont lässig und hebt den ausgestreckten Zeigefinger und signalisiert: Ne ne, freu Dich nicht zu früh, blöder Cottbuser, das war Abseits.

Dann pfeift der Schiedsrichter. Der Linienrichter wedelt mit der Fahne. Abseits.

Im Fernsehen war schön zu sehen, wie der Cottbuser mit der Jeansjacke einen Moment verharrt, wie sein Gesicht stehen bleibt, als würde es jeden Moment in tausend Stücke zerspringen. Dann dreht er seinen Kopf und blickt aufs Spielfeld, als wolle er sein Gebrülle von gerade eben einfach vertuschen. Hans Meyer hat man nicht so genau gesehen, aber es ist anzunehmen, dass er gegrinst hat, zufrieden, und ein bisschen hämisch vielleicht.

Das Gehackte der Woche geht also diesmal an den Mann mit der Jeansjacke aus Cottbus, für vorschnelle und deshalb peinliche Provoaktion. Glückwunsch!


Kinofilm über die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2006

Deutschland. Ein Sommermärchen

 22. September 2006  »  WM 2006

Ab dem 5. Oktober kann man wieder mit der deutschen Nationalmannschaft mitfiebern. Dieses Mal im Kino:
Unter dem Titel “Deutschland. Ein Sommermärchen” in Anlehnung an Heinrich Heines “Deutschland, ein Wintermärchen” ist dann das neueste Werk von Sönke Wortmann (”Das Wunder von Bern”) zu sehen.
Für diesen Film begleitete Wortmann während der WM die deutsche Mannschaft und durfte dieser dafür bis in die Kabine und ins Mannschaftsquartier folgen.

Einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon heute auf der Seite des DFB runterladen.

Dort findet man neben diesem Trailer auch andere Videos wie zum Beispiel die “Highlights der Weltmeisterschaft 2006“, oder das Video zum Song “Danke” von Xavier Naidoo.
Wer sich aber einen tanzenden Sepp Blatter nicht entgehen lassen will der sollte sich die gelungene Dokumentation “Eine Erfolgsgeschichte: Rückblick auf die WM 2006″ downloaden.


Schlussfrau (13)

 19. September 2006  »  Und sonst so

Iris Hellmuth ist bekennender HSV-Fan und freie Journalistin, sie schreibt für die Süddeutsche Zeitung und den stern. Für SCHLUSSMANN.DE wird sie zur Schlussfrau, und als solche kommentiert sie jeden Dienstag das wöchentliche Bundesligageschehen. Heute Teil 13 ihrer Kolumne, oder: “Im Theater der Lächerlichkeiten”.

Liebe Trainer der ersten Fußball-Bundesliga,

ich weiß, dass Sie sehr beschäftigt sind zurzeit - aber ich kann sie trösten, uns Journalisten geht es nicht anders. Kaum sind fünf Spieltage vorüber, schon müssen wir Krisen herbei schreiben, Verletzungen kommentieren, Transfergerüchte in die Welt setzen. Irgendwas ist ja immer, nicht wahr? Deshalb will ich gleich zum Kern kommen: Ich habe das Gefühl, die Sache mit Ihnen, uns und der Bundesliga läuft in dieser Saison etwas aus dem Ruder. Wir brauchen da mal ein grundsätzliches Gespräch. Das Problem: Ich will es Ihnen in drei Punkten erläutern.
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Prämiert in KW 37 - 2006

FC Schalke 04

 18. September 2006  »  Gehacktes der Woche

Gehacktes der Woche

“Ich finde die Maßnahme nicht richtig und fühle mich verletzt.” (Gerald Asamoah)

“Gerald hatte im Mannschaftskreis angekündigt, dass er dem Trainer in der Öffentlichkeit Probleme bereiten werde, wenn er nicht alsbald in der Bundesliga von Anfang an spielen würde. Dieser Vorgang, der schon einige Tage zurückliegt, ist jetzt eher zufällig durchgesickert.” (Andreas Müller, Schalke-Manager)

“Ich bin menschlich tief enttäuscht.” (Mirko Slomka, Schalke-Trainer)

“Ich habe mich mit einem Spieler unterhalten, wie wir es andauernd in der Kabine tun. Dabei habe ich unter anderem gesagt: Wenn ich fit bin und nicht spiele, dann gibt es Probleme. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich etwas in der Öffentlichkeit sagen werde.” (noch mal Asamoah)

“Die weitere Entwicklung wird beraten.” (noch mal Müller)

“Ich bespreche jetzt mit meinem Berater, wie es weiter geht.” (und noch mal Asamoah)

Das Gehackte der Woche für die bemerkenswerte Kommunikation erwachsener Menschen geht diesmal an: den FC Schalke 04! Glückwunsch!


Gerhard Mayer-Vorfelder hört auf

Nach dem Skandal ist vor dem Skandal

 8. September 2006  »  Und sonst so

Gerhard Mayer-Vorfelder hat schon viele lustige Sätze gesagt und viele weniger lustige Dinge getan. Einmal zum Beispiel hat er folgenden Satz formuliert: “Ich bin fast tagtäglich im Schützengraben gestanden, und um mich herum sind die Giftpfeile geschwirrt.” Er hat diesen Satz gesagt, weil ihn jemand zu seiner militärischen Karriere gefragt hat, immerhin ist er ja Oberleutnant der Reserve und hat schon an zig Truppenübungen teilgenommen. Es ist ein interessanter Satz, weil er anders gemeint war, als er nun daherkommt, wenn man ihn einfach so für sich alleine stehen lässt. Gerhard Mayer-Vorfelder, der MV, ist nämlich schon in viele Schützengräben gesprungen und durch viel Dreck gerobbt, er war Politiker und Sportfunktionär. Jetzt ist alles vorbei. Vermutlich.
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