Der 31. Bundesligaspieltag
| 24. April 2006 |
Es geht also schon wieder um Köln. Der FC hat am 31. Spieltag 3:1 gewonnen gegen Duisburg, die Fans haben ekstatisch gefeiert, so wie sie es eigentlich immer tun in Köln, und Lukas Podolski war der Mann des Tages, was möglicherweise auch an seinen neongelben Schuhen lag. Köln hat gewonnen, man schreibt das gerne, weil es die Hoffnung nährt, dass der Abstiegskampf verrückt geung sein könnte, dass Köln doch noch in der Liga bleibt. Die Hoffnung auf einen spannenden Titelkampf nämlich war nur von kurzer Dauer.
Hanspeter Latour, der Kölner Trainer, hat gesagt, man habe ja gewusst, “dass das unsere letzte Chance ist”, und dass es das wichtigste sei, “dass die Leistung stimmt”. Latour klingt ja immer ein bisschen wie der Mann aus der schweizer Hustenbonbon-Werbung, nur fürsorglicher, und man hat ihn deshalb vielleicht eine Zeit lang nicht so ganz ernst genommen. Das ist jetzt, seit Samstag, endgültig vorbei.
Mainz ist auch mitten im Abstiegskampf, was schade ist, und hätte trotzdem beinahe in den Titelkampf eingegriffen. Aber die Mainzer haben dann doch nicht gewonnen gegen den FC Bayern, trotz 2:0-Führung, sie haben ein 2:2 erreicht. Jetzt hat Mainz einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge und die Bayern fünf Punkte auf Hamburg. Dabei hätten die Bayern die Mainzer doch gewinnen lassen können, Mainz gehört einfach in die Erste Liga. Die Bayern werden ja sowieso Meister - und Roy Makaay darf so oder so nicht zur WM.
Wolfsburg hat durch den 1:0-Sieg in Bielefeld nun sogar drei Punkte Abstand auf den Trennstrich zur Zweiten Liga, weshalb Trainer Klaus Agenthaler sagte: “Wenn wir es jetzt nich schaffen, sind wir selbst schuld”. Aber sind Fußballer das nicht irgendwie immer?
Kaiserslautern hat nach Ansicht von Trainer Wolfgang Wolf zwar “ein scheiß Spiel” gemacht, dafür aber gewonnen, 1:0 gegen Hannover. Kaiserslautern steht zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, aber der Abstand auf Mainz beträgt, eben, nur einen Punkt. Daniel Halfar stellte deshalb fest, “dass wir noch da sind”. Gut zu wissen.
Nicht mehr da ist dagegen Duisburg. “Ich denke, das wars”, sagte Markus Kurth, und er hat wohl Recht. Duisburgs Abstand ist einfach zu groß, was aber letztlich keinen wirklich überrascht, höchstens die Duisburger selbst.
In Köln aber war es das noch lange nicht. “So spielt kein Absteiger”, sagte Markus Feulner. Wie wahr.
