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Der 25. Bundesligaspieltag

 13. März 2006

Der so genannte Hattrick wurde ursprünglich einmal “hat trick” geschrieben. Damit war wohl gemeint, dass der Schütze dreier aufeinander folgender Tore (in einer Halbzeit) wohl ein tolles Kunststück aus dem Hut gezaubert hat, sodass man als Zuschauer am besten denselben ziehen sollte.

Doch bei allem Respekt vor der Leistung Robert Vitteks, der einerseits ja “nur” zwei Elfmeter verwandelte, andererseits das letzte Tor der Nürnberger beim 4:3-Erfolg in Köln auch noch vorbereitete: Der eigentlich Hutzaubertrick ist seinem Trainer Hans Meyer gelungen. Ohne ihn würde Vittek gar nicht mehr in Nürnberg spielen. Der Slowake dankte es ihm bereits mehrfach: Er erzielte sieben der letzten neun Nürnberger Tore, die anderen beiden legte er auf (beide für Saenko). Wer war nochmal Marek Mintal?

Und was tut sich an der Tabellenspitze? Der 25. Spieltag hat bewiesen, dass sich niemand auf europäische Pokalwettbewerbe rausreden darf, wenn die Leistung am Wochenende nicht stimmt. Denn Schalke und der HSV steckten die Niederlagen gegen Palermo und Bukarest locker weg - auch wenn die Hamburger ein bisschen mehr Zeit bekamen, sich zu erholen.

3:0 verlor der 1. FC Kaiserslautern in der AOL-Arena, und die Pfälzer waren deshalb schon vor dem Anpfiff ziemlich stinkig (und danach selbstredend noch mehr). Eigentlich wollten sie endlich mal den Winter abhaken und wie eine wilde Frühlingstulpe in der Tabelle nach oben sprießen. Stattdessen fühlen sie sich - mal wieder - ungerecht behandelt, obwohl eine Woche zuvor der Betzenberg, als einziges Stadion der ersten Liga, den Schneemassen nicht gewachsen war, und die Partie gegen Stuttgart auf einen tollen Wochentag verlegt werden musste. Vielleicht wären sie also gerne drei Tage später noch einmal von Lautern nach Hamburg gereist. Das geht aber nicht. Es würde vermutlich ganz erhebliche Löcher in die Vereinskasse reißen, und außerdem hat der HSV unter der Woche besseres zu tun hat. Zum Beispiel einem 0:2 gegen Bukarest hinterherlaufen.

Werder Bremen und Bayern München liefern sich nun ein Wettrennen, allerdings nicht um die Meisterschaft, sondern darum, wer als Erster die Champions League-Schmach verarbeitet hat. Klaus Allofs macht das, was er als Manager tun muss, nämlich nur an den Verein denken (”SV heißt doch nicht Sozial-Verein“). Von den Bayern, die weder gut noch schlecht spielten, sei nur kurz notiert, dass Roy Makaay diesmal wirklich nichts dafür konnte, dass er kein Tor geschossen hat. Er stand nicht in der Startaufstellung, und wurde auch nicht eingewechselt. Was aber auch nicht viel half: Sein Ersatz Paolo Guerrero gab keinen einzigen Torschuss ab.

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