Prämiert in KW 11
| 20. März 2006 |
Da hat sich aber jemand ganz übel verpokert. Der FC Bayern in der Opfer-Rolle, und trotzdem sagt niemand: das geschieht ihnen recht (zumindest nicht öffentlich)! Muss dann schon ein ganz grober Bock gewesen sein. Dass der Co-Autor des umstrittensten Fußballartikels des Jahres auch noch Sohn eines Weltmeisters ist und mit Bastian Schweinsteiger bekannt, macht die ganze Sache nur noch kurioser.
Die Münchner tz hat in ihrer Ausgabe vom 20. März eine Gegendarstellung auf Seite 1 abgedruckt und sich auch schon dafür entschuldigt, Bastian Schweinsteiger fälschlicherweise als Wettpaten-Opfer entlarvt zu haben - und ganz nebenbei noch zwei Spieler des TSV 1860. Zum Glück haben beide Mannschaften am Wochenende gewonnen, sonst hätten die Münchner Vereine die tz noch auf psychisch bedingten Punkteausfall verklagt. Aber die Geschichte ist für das Boulevardblatt schon schlimm genug: Die Spielberichte über Bayern und 60 setzen sich zu großen Teilen aus Zitaten von anderen Medien zusammen, weil mit ihnen keiner mehr redet.
Selten ist es so leicht gefallen: Das Gehackte der Woche geht an die Münchner tz für ihren investigativen Beitrag zur Steigerung der allgemeinen Nervosität vor der Fußball-WM.
